Toxische Elemente

Toxische Elemente sind jene, die keine lebensnotwendigen Funktionen im menschlichen Körper haben und dort auch nicht vorkommen sollten

AluminiumArsenBleiCadmiumQuecksilber

 

Sie sind bereits Bestandteil unseres täglichen Lebens und üben Einfluss auf unsere Gesundheit aus. Eine Akkumulation durch Schadstoffemissionen, Dinge im täglichen Gebrauch, Belastung am Arbeitsplatz, Ernährung und Wasser sorgen für eine stetige und schleichende Belastung mit diesen Giftstoffen.

Die häufigsten giftigen Elemente, die durch die Umwelt in unseren Körper gelangen, sind Arsen, Blei, Cadmium, Quecksilber und Aluminium. Studien belegen, dass bereits die geringste toxische Belastung zu Genschädigungen bei Lebewesen führen kann.

Ein „normales“ Untersuchungsergebnis (Blutserum) ist noch kein Garantie dafür, dass keine schädlichen Depots im Organismus vorhanden sind. Durch homeostatische, lebenserhaltende Mechanismen werden giftige Elemente relativ rasch aus dem Blut eliminiert. Hier liegt lediglich eine Kompartimentverschiebung (Ablagerung im Gewebe) vor. Die derzeit einzige Möglichkeit Schwermetalldepots zu erfassen, ist die Bestimmung im Haar oder ein Harn-Ausscheidungstest mittels Chelatbildner.

Grenzwerte für giftige Elemente können und dürfen nur Richtwerte darstellen, da Einzelergebnisse aus dem Zusammenhang einer ganzkörperlichen Betrachtungsweise gerissen, unweigerlich zur Fehlinterpretation führen.

Bereits geringe toxische Belastung führt zu Folgeveränderungen des gesamten normalen Stoffwechsels. Es gibt keinen no effect level!

 


Aluminium

Nützlich im Alltag – schädlich im Körper

Aluminium ist ein Neurotoxin (Nervengift). Studien zeigen, dass Aluminium die Blut-Hirnschranke durchdringt, es zu Störungen im Zentralnervensystem kommt und der Alzheimerschen Krankheit ähnliche Symptome verursacht.

Was bewirkt es?

Aluminium wird überwiegend über die Niere ausgeschieden, daher ist Vorsicht bei Nierenerkrankungen, bei älteren Personen und Säuglingen erforderlich. Aluminium reichert sich in verschiedenen Gehirnabschnitten an.

Die Folge können Antriebs- und vegetative Regulationsstörungen, Überfunktion der Nebenschilddrüse, Störungen bei der Kalziumaufnahme in den Knochen, Beeinträchtigungen der Realität und Orientierung und Muskellähmungen sein.

Ein weiterer negativer Einfluss zeigt sich in einer Hemmung von Glukoseabbau (Blutzucker). Alle Symptome kommen schleichend und werden oft wegen der unspezifischen Symtomatik übersehen.

Wo kommt es vor?

In Nahrungsmitteln, Wasser, hydrierten Fetten und Ölen, pasteurisierten Nahrungsmitteln, Tafelsalz, abgepackten Schmelzkäse, Backpulver, weißem Mehl, Fertiggerichten (als Konservierungsmittel), Kosmetikartikeln, Medikamenten (Antazida), Zahnersatz und -pasten, phosphathaltigen Düngemittel. Verwendung bzw. Freisetzung in der Verpackungs-, Papier-, Glas-, Textil-, Porzellan- und Pharmaindustrie, bei der Kohleverbrennung, in Tabakrauch, Autoabgasen, Pestiziden, Tierfutter.

Im Haushalt in diversen Dosen, Geschirr. In den Schalen von Nahrungsmitteln wie Kartoffeln und Weintrauben werden oft hohe Aluminiumwerte gefunden (je nach Anbaugebiet).

Tipp: Antitranspirant-Produkte enthalten oft Aluminiumsalze. Eine schädigende Wirkung wegen der Aufnahme durch die Haut ist wegen fehlender Langzeitstudien noch unklar.

Wie finde ich es?

Das Haar ist ein guter Messort, um eine bestehende Aluminiumbelastung zu erkennen. Durch den Chelatbildner wird die Aluminiumausscheidung über den Harn erhöht. Studien beweisen, dass sich nach einer entsprechenden Ausscheidungsbehandlung die kognitiven Symptome bessern bzw. hyperaktive Kindern beruhigen. Mengen- und Spurenelementchelate wie Zink, Kalzium, Magnesium, Vitamin B6 und Vitamin C können ebenfalls mithelfen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen und zu einem normalen Stoffwechsel beizutragen.

 

 

Arsen

Ein Anstieg von Arsen in unserem Alltag ist zu erkennen

Fast jedem ist der Krimi „Arsen und Spitzenhäubchen“ und das Gerücht, Napoléon Bonaparte sei möglicherweise einem Giftanschlag mit Arsen erlegen, da man in seinen Haaren dieses Gift in hohen Mengen gefunden hat, bekannt. Jedoch nicht jeder weiß, dass Arsen durch Vulkanausbrüche und Verbrennung fossiler Brennstoffe in unsere Atmosphäre freigesetzt wird und es in Spuren in fast allen unseren Nahrungsmitteln und im Trinkwasser vorkommt.

Arsen lässt sich bereits aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. nachweisen – in den Haaren der im Gletschereis gefundenen Mumie Ötzi ließen sich größere Mengen Arsen nachweisen, was als Hinweis darauf gedeutet wird, dass der betroffene Mann in der Kupferverarbeitung tätig war – Kupfererze sind oft mit Arsen verunreinigt.

Was bewirkt es?

Lösliche Arsenverbindungen werden leicht über den Magen-Darm-Trakt in den Organismus aufgenommen und in Muskeln, Knochen, Nieren und in der Lunge abgelagert.

Wo kommt es vor?

Es ist weit verbreitet und in Nahrungsmitteln (Gewürze, Tees aus dem fernen Osten, Reis, Kartoffeln, Mais, Geflügel, Schweinen, Meerestieren, usw.) und Trinkwasser zu finden. Da Arsen die Bildung der sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen verstärkt, wird es in einigen Ländern als Wachstumsbeschleuniger dem Futter von Geflügel und Schweinen zugesetzt.

Auch in der Chinesischen Medizin und Homöopathie sind verschiedene Arsensulfide Bestandteil von Arzneimitteln.

Schwefelhaltige Komplexbildner wie Dimercaptopropansulfonsäure sind auch bei starken Arsendosen effektiv, wenn die Belastung rechtzeitig erkannt wird.

Tipp: Da es in vielen Ländern noch immer kein Höchstlimit für Arsen in Futtermitteln gibt und als Pflanzenschutzmittel zur Anwendung kommt, sollte dies beim Kauf von ausländischen, importierten Nahrungsmitteln berücksichtigt werden.

 

Blei

Der Untergang des römischen Reiches?

Eine noch so geringe Menge an Blei im Organismus beeinträchtigt die biochemischen Funktionen. Blei im Blut richtet fast überall Schaden an. Es behindert die Produktion von Haemoglobin und verhindert damit die Sauerstofftransportfähigkeit. Es bindet sich im Hirn und Nervensystem, an Enzyme und macht diese funktionsunfähig.

Was bewirkt es?

Ein krankhaftes Blutbild, Appetitlosigkeit, hohen Blutdruck, Depression, Reizbarkeit, Fertilitäts- und Zeugungs-, Gedächtnisstörungen, Gicht, Zittern, Hüftgelenksnekrose, Hyperaktivität, schwaches Immunsystem, Infektanfälligkeit, Intellektverfall, Muskelkrämpfe, Kopfschmerz, Migräne, Zellentartung (Krebs), Lähmungen, Schwindel, Lebererkrankungen, Lernschwierigkeiten, Magen-Darmkoliken, Metallgeschmack, gestörte Motorik, Müdigkeit, Multiple Sklerose, Nierenschaden, Speichelfluss, Schlaflosigkeit, allgemeine Schwäche, Seh- und Potenzstörungen, ZNS-Schädigung, Stimmungslabilität, Mundschleimhaut- und Nervenentzündung etc.

Wo kommt es vor?

In Blattgemüse, Eiern, Konserven, Innereien, Kleie, Knochenmehl, Haus-, Straßen- und Zementstaub, Smog und Regen, Lacken und Farben, Haarfärbemittel, Knetmassen, Schrott, Rostschutzfarben, Tabakwaren, Autoreifen, Legierungen, Kristallglas, Kitt, Vollkornmehl, Wein, Meeresfisch, Tomatenmark, Wasser von Bleirohren in unsanierten Altbauten, Autos, Asphalt, Heizungsbrenner, Pestizide usw.

Untersuchungen zeigten, dass Kinder mit einer kalziumarmen Kost mehr Blei aufnahmen, als jene mit einer kalziumreichen, obwohl sie den selben Umweltbedingungen ausgesetzt waren. Dies beweist, dass Kinder mit einer optimalen Ernährung gegenüber toxischen Umwelteinflüssen besser zurecht kommen.

Blei wird 70% bis 80% mit Nahrung und Trinkwasser aufgenommen, der Rest stammt aus der Luftbelastung. Eine langfristige Aufnahme kleiner Mengen von Blei, wie etwa durch Leitungswasser aus bleihaltigen Rohren, wirkt heimtückisch, da es sich im Knochen einlagert und sich als sehr schwer erkennbare, schleichende Krankheit bemerkbar macht.

Historisches: Gelegentlich hat man den Untergang des Römischen Reiches anhaltender Bleivergiftung zugeschrieben, da die Römer ihre Wasserleitungen aus Bleirohren bauten. Früher wurde bei der Bleistiftherstellung ebenfalls dieses Metall verwendet. Heute besteht die Mine aus Graphit.

 

 

Cadmium

Chemisch beständig – dauerhafte Schädigung

Cadmium und Cadmiumverbindungen sind giftig und wirken krebserzeugend. Die Giftwirkung ähnelt der von Blei und Quecksilber. Über die Nahrungskette werden relativ hohe Cadmiumkonzentrationen aufgenommen.

600 Tonnen pro Jahr beträgt der Anteil des Cadmiumverbrauchs in Deutschland für Nickel-Cadmium-Akkus.

Was bewirkt es?

Bei andauernder Cadmiumbelastung kann es zu Nierenschäden, Blutkrankheit, Leber-, Knochenmark-, Nerven-, Hirnschädigungen und unter bestimmten Bedingungen zu Knochenveränderungen (Itai-Itai-Krankheit) kommen. Auf aquatische Organismen, deren Lebensmittelpukt im Wasser ist (Fische, Amphibien, Pflanzen), wirkt Cadmium in höherer Konzentration wachstumshemmend. Cadmiumstäube verursachen Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen usw.

Wo kommt es vor?

In Gemüse, Innereien, Fischen und Algen, Pilzen, in Batterien, Farben und Kunststoffen. Cadmiumsalze sind stark gewässerschädigend und vergiften die Umwelt schon in sehr geringen Konzentrationen. Luftbezogene Emissionen stammen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe (vor allem Kohle) insbesondere im Kraftwerksbereich und in der metall- und farbenverarbeitenden Industrie.

Positives: Der Verbrauch von Cadmiumverbindungen als Farbpigmente und Stabilisatoren wurde in der Kunststoffherstellung stark eingeschränkt. Buntes Kinderspielzeug enthielt oftmals Cadmium.

 

Quecksilber

Sondermüll erst ab Mensch?

Auch für Quecksilber gibt es keinen no effect level, das heißt, die individuelle Belastung des Einzelnen steht absolut im Vordergrund. Es gibt keine tolerierbare (ungiftige) Quecksilberbelastung im Organismus.

Bereits die kleinste Menge von Quecksilber schädigt die Gesundheit. Es lagert sich mit Vorliebe im Gehirn ab und verursacht dort Störungen des Zentralnervensystems, es blockiert lebenswichtige Enzyme und schädigt so massiv die Körperzellen.

Unsere Analysen zeigen, dass fast alle Menschen, die mit Quecksilber belastet sind, an Selen- und Zinkmangel leiden!

Das Aus von Amalgam: Seit 2025 darf Amalgam in der Zahnbehandlung nicht mehr eingesetzt werden. Trotzdem befinden sich noch unzähliche Amalgamplomben in den Mündern der Österreicher. Quecksilber ist laut österreichischem Gesetz Sondermüll. Kein Zahnarzt darf die entstehenden Reste beim Entfernen einer Amalgamplombe durch den Ausguss spülen, sondern muss diese als Sondermüll gesondert entsorgen.

Was bewirkt es?

Kopfschmerz, Schwindel, Seh-, Hör- und Konzentrationsstörung, Wesensveränderung, Depression, chronische Müdigkeit, Haarausfall, Zahnfleischentzündung und lockere Zähne, Muskelschmerzen, hohen Blutdruck, verminderte Stresstoleranz, Asthma, unerklärliches Fieber, Zittern, Herzrasen, Juckreiz und Hauterkrankungen, Taubheit der Arme und Beine, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust bis Magersucht, Anämie (zerstört die roten Blutkörperchen).

Wo kommt es vor?

In Zahnamalgam, verschiedenen Fischen, oft Thunfisch aber auch Schalentieren, in Kunststoffen, in Bodenwachs und Polituren, Druckerschwärze, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Verwendung in der Pharmaindustrie (Salben, Zäpfchen, Desinfektionsmittel, Abführmittel etc.), Film-, Farb-, Keramik- und Elektroindustrie, bei der Spiegelherstellung, Stoffbearbeitung und Fotografie.

In der Industrie wird die Weltproduktion auf über 10.000 Tonnen geschätzt. Es gelangt durch Industriewässer, Verbrennung von Müll und fossilen Brennstoffen (ca. 5.000 Tonnen pro Jahr), Bergbau und Erzverhüttung in die Umwelt.

Tipp: Zwischen dem Entfernen von quecksilberhaltigen Amalgamplomben sollte mittels Chelatbildner (Ausscheidungstest) entgiftet werden, da sonst der Organismus mit dem beim Bohren freigesetzten Quecksilber zu stark belastet wird und es zu Vergiftungserscheinungen bzw. Lähmungen kommen kann.

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