Die Suche im Haar

Schwermetallaufnahme in der Schwangerschaft

 

Zu wenig Eisen und Zink in der Schwangerschaft kann Auswirkungen auf die Aufnahme giftiger Metalle haben.
Ich habe über die Notwendigkeit eines adäquaten Eisenwertes im menschlichen Körper berichtet und darauf hingewiesen, dass mehr als 60 % der Frauen – zumindest zeitweise und aus bestimmten Gründen – zu wenig Eisen in den Körperspeichern haben.

Die Essenzialität von Eisen ist bewiesen, da es für den Energiestoffwechsel, Sauerstofftransport im Körper, für die Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin, das Immunsystem, bei der Zellteilung und der kognitiven Funktion benötigt wird und Müdigkeit und Ermüdung verringert.

Relativ neu ist die Erkenntnis, dass bei zu wenig Eisen in der Schwangerschaft auch ein giftiges Schwermetall in erhöhtem Maße im Körper aufgenommen und gespeichert werden kann.

Neben den schon bekannten Umweltgiften wie Blei, Quecksilber, Aluminium und Arsen ist das Kadmium eher wenig bekannt.

Nun hat sich gezeigt, dass die Kadmiumaufnahme bei Schwangeren geringer ist, wenn weniger Getreideprodukte gegessen werden.

Noch dazu ist der Zinkspiegel in der Schwangerschaft häufig zu niedrig und erhöht damit zusätzlich die Gefahr der Kadmiumbelastung, denn Zink verhindert ebenfalls die Aufnahme von Kadmium.

Da Kadmium im Blut routinemäßig nicht untersucht wird und die Ergebnisse einer Blutuntersuchung betreffend der Gesamtbelastung im Körper auch nicht aussagekräftig genug sind, ist bei entsprechenden Problemen eine Untersuchung des Kopf- oder Schamhaares sinnvoll.

Das Haar zeigt, ob eine höhere Durchschnittskonzentration (Speicherung) über drei Monate der giftigen Schwermetalle vorliegt. Mein Rat ist daher, aus oben genannten Gründen, eine Haaranalyse durchführen zu lassen, um eine toxische Belastung ausschließen bzw. um wichtige Maßnahmen bei einer Intoxikation setzen zu können.

Ihr Dr. Gruber

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