Chrom – im Hinblick auf Diabetes Typ-II

Ein Ultraspurenelement in der modernen Medizin!

 

Von den meisten Vitalstoffen brauchen wir täglich bestimmte Mengen an Milligramm (mg), zB Zink, Eisen, Kupfer. Von einigen wenigen Vitalstoffe benötigt unser Organismus weitaus mehr: Die Makroelemente werden in Gramm (g) gemessen, zB Calzium, Kalium oder Natrium.

Und dann gibt es Ultraspurenelemente, von denen wir lediglich geringste Mengen benötigen. Sie sind allerdings essentiell, also absolut lebensnotwendig. Beim Vitalstoff Chrom liegt der tägliche Chrombedarf zwischen 30 und 100 Mikrogramm (mcg = Millionstel Gramm). Die empfohlene, sehr breite Bedarfspanne ergibt sich durch zahlreiche Variablen wie: 

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    Alter,
  • Geschlecht, 
  • Stoffwechselaktivität, 
  • Bewegungsumfang, 
  • Essverhalten, 
  • Verdauungsstörungen und 
  • Erkrankungen, wie zB die Zuckerkrankheit.

Wie aber kann man die individuelle Verzehrmenge von Chrom errechnen und was wird einem Typ II-Diabetiker empfohlen, um den Blutzucker zu senken?

 

»Es ist kompliziert«

Kein Diabetiker weiß, wie viel Chrom in seiner Diät enthalten ist. Bereits 1969 haben wissenschaftliche Studien (von Schwarz, Merz) gezeigt, dass durch Diäten die Chrom-Aufnahme deutlich verringert wird. Verständlich, denn weniger essen = weniger Chrom(Vitalstoff)aufnahme.

Leider wird  die Relevanz von Chrom in der Diabetesbehandlung bis heute sträflich vernachlässigt, obwohl der Glukosetoleranzfaktor (GTF=Chrom wird an Insulin gebunden) ein entscheidender Faktor für die Ausschwemmung von Insulin in das Blut ist. Schon 1985 in meiner Studie über die Notwendigkeit von Chrom in der menschlichen Ernährung berichtet. 

Chrom-Mangel kann aber nicht nur diabetesähnliche Zustände verursachen. Vermindertes Längenwachstum, erhöhte Blutfettspiegel, vermehrte Bildung atheromatöser Plaques (entzündliche Blutgefäßablagerungen) und Fertilitätsstörungen (Zeugungsunfähigkeit) sind u.U. auch darauf zurückzuführen. 

Chrom-Speicher im Blut: Es finden sich 49% in der Blutzelle, 23% im Blutplasma und der Rest in verschiedenen Zellen. Chrom wird hauptsächlich über den Harn ausgeschieden. Diese Menge im Urin kann Rückschlüsse über die Aufnahme im Dünndarm geben. Die Frage bleibt trotzdem, wie hoch die tatsächliche Aufnahme aus den diversen Speisen ist. Im schlechtesten Fall kann man 0,4%, im besten Fall 25% annehmen. Wo kann nun die Aufnahme von Chrom leicht messbar nachgewiesen werden? 

Die Antwort zu oben beschriebenen Tatsachen ist: Chromspeicher befinden sich in Haaren, Leber, Milz, Knochen, Muskeln und Fettgewebe. Am leichtesten ist somit die Menge der Chromspeicher durch einen Haarbefund zu eruieren.

Diese Untersuchung zeigt, wie viel Chrom in den letzten 3 Monaten aufgenommen wurde. Dies ist als Information ungeheuer wichtig, da gängige Ernährungsratschläge – tgl. 1.000 Kalorien, 8 Broteinheiten, … – für Diabetiker eine zu geringe Chromzufuhr darstellen Messungen in Nahrungsmitteln zeigen extreme Schwankungen und die Aufnahmerate liegt bei etwa 10% des angegebenen Richtwertes.

Eine gesicherte und messbare Erhöhung des Chromwertes im Körper kann nur mittels Test in den Haaren und in der Folge mit Nahrungsergänzungen erreicht werden!

Besinnliche Festtage und achten Sie auf Ihre Gesundheit!
Ihr Dr. Gruber

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